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AB NEUSTADT ZUR POST UND ZURÜCK

Die School of Architecture ist wieder angekommen in der Neustadt. Auf schöne Jahre in der Post blicken wir zurück und auf schöne Jahre in der Neustadt blicken wir nach vorn.

Vor dem Umzug in das alte Postamt 5 wurde für das AB Gebäude der Hochschule Bremen ein Fassadensanierungswettbewerb ausgelobt. Das in die Jahre gekommene Bauwerk hatte ein Facelift dringend nötig.

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Das Hochhaus in Stahlbeton-Skelettbauweise wurde 1975 erbaut. Es umfasst 10 Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss mit einer Brutto-Grundfläche von 14.425qm. Wegen zu hoher Betriebskosten wurde sich für eine Sanierung entschieden, welche durch einen Wettbewerb als VOF Verfahren entschieden wurde.

Die Anfänge unsere Fakultät reichen ins Jahr 1894. Da nahm das Technikum der Freien Hansestadt Bremen seinen Betrieb auf. Aus dessen Abteilung „Baugewerkschule“ sind die heutigen Fachbereiche Architektur und Bauingenieurwesen hervorgingen. Die bis zu dem Jahre 1982 vier selbstständigen Hochschulen für Technik, Wirtschaft, Soziales und Nautik wurden zusammengelegt und die Hochschule Bremen gegründet.

Der Wettbewerb für das AB Gebäude stellte die Forderung eine hohe gestalterische Qualität der Fassade, durch seine große Außenwirkung und Präsenz des hohen Gebäudes in der Neustadt, mit Einhaltung eines Kostenrahmens und Energieeinsparungen für den Betrieb zu erbringen.

Der Entwurf von Haslob, Kruse und Partner konnte diesen Wettbewerb für sich entscheiden. Man entschied sich, die monolithische Wirkung des Gebäudes weiter hervor zu heben und eine helle Fassade um diesen Landmark-Charakter weiter zu verstärken.

 

HKP ARCHITEKEN
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Neben ein paar Semesterräumen gab es im alten AB Gebäude noch kleine Ateliers für 4 Personen. Diese waren so begehrt, dass die Wartezeit allerdings jeglichen Rahmen sprengte. Doch wenn man ein Atelier bekam, konnte man dort alles lagern und sicher verstauen, was sehr angenehm war. Arbeitszeiten waren bis 0Uhr möglich, danach kam häufig der Sicherheitsdienst, um dem ein Ende zu bereiten.

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In der Übergangszeit fanden dann erste Vorlesungen und Ausstellungen im Postgebäude statt. Alles war noch sehr spartanisch doch dies ließ viel Platz zum Träumen.

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Die meisten kennen das Postgebäude ja von seinen guten, wie schlechten Seiten. Der Platz war ausreichend zum Arbeiten, durch die Recyclebar kam man mit allen Semestern in Kontakt, und vor allem durch das Chipkartensystem der Schließanlage gab es keine Arbeitszeiten-Reglementierung. Ein kleiner Mikrokosmos, der etwas für sich hatte.

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Die Bauarbeiten in der Neustadt schritten voran, und was zu sehen war, machte Hoffnung. Ein repräsentativer Eingangsbereich mit größeren Arbeitsräumen und vor allem einer Wahnsinns-Dachterrasse.

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Nach dem Umzug gab es wie beim letzten Umzug eine Phase der Eingewöhnung. Der Platz war wieder nicht ausreichend, ein geplanter Arbeitsraum für 40 Masterstudenten betrug nun ca ein Drittel im Vergleich zum Postgebäude. Studenten taten ihrem Unmut kund, der es bereits bis ins Büro der verantwortlichen Architekten schaffte.

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Nach und nach normalisierte sich der Betrieb wieder. Mit dem Gelb hat man sich angefreundet oder versucht, es zu ignorieren. Das Platzproblem wird weiterhin für Diskussionen sorgen, aber so wie es aussieht, werden dann einfach weniger Studenten zugelassen. Aber so lange man eine schöne Dachterrasse hat, die nicht genutzt werden soll… Vielleicht lässt die Hochschule in dieser Hinsicht doch noch mal mit sich reden.

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